REAL Vienna 2010 Review
Posted in Allgemein on Juni 6th, 2010 by Peter Moosmüller – Be the first to commentbescheiden, so gibt sich die fünfte Ausgabe der Real Vienna, die trotz Wirtschaftskrise und anhaltender Probleme um die Finanzierung von Projekten in Osteuropa auf jeden Fall stattfindet. Die rauschenden Feste im Hintergrund, wie sie zum Beispiel noch im Jahr 2008 am Ufer der blauen Donau von der Constanzia Privatbank abgehalten wurden, fanden weder letztes Jahr noch im Jahr 2010 statt.
Auch die aufwendigen und teuren Messestände von osteuropäischen Oligarchen findet man nicht mehr auf der Real Vienna, diejenigen die heute noch vertreten sind stellen wohl den soliden Teil der Branche dar. Man sieht sich und erregt Aufmerksamkeit ob der bloßen Existenz und Anwesenheit des Unternehmens.
Amüsiert betrachten wir die Headline der Messezeitung “Österreicher kaufen österreichische Immobilien”, wenn das die Sensation der diesjährigen Real Vienna ist, „ na dann guat Nacht“ wie der Wiener in seinem liebenswerten Schmäh sagt.
Die Wiener und die Bayern haben sich seit jeher gut verstanden, wie auch im Jahr 2008 und 2009 hat die Münchner TKN Real Estate Solutions AG als Vertreter der Bayern auch in diesem Jahr am Mittwoch zum traditionellen Münchner Weißwurstfrühstück geladen, was nicht zwingend als Frühstück zu verstehen ist, sondern auch in München irgendwann zwischen dem aufstehen und dem frühen Nachmittag eingenommen werden darf. Ein Stück bodenständige Tradition, ist dass, was angemessen erscheint in den nach wie vor schwierigen Zeiten.
Als Projektentwickler für Shoppingcenter in Kroatien sieht die TKN AG eine Real Vienna nach wie vor als gute Plattform um die Akteure in CEE zu treffen und sich auszutauschen. Die Stimmung hellt sich auf, mit der nahen Umsetzung von Projekten wird in der Branche gerechnet. Bestimmend ist das was geht, das sind derzeit in erster Linie Fachmarktcenter und Supermärkte. Kleinere Projekte mit Volumina bis zu 20 Mio. € werden realisiert. Großprojekte liegen größtenteils immer noch auf Eis.
Das Projekte in Osteuropa nicht unproblematisch sind wurde deutlich anhand eines Beispiels welches oft auf der Real Vienna diskutiert wurde. Das von ATP und der Braunsberger Holding initiierte Shoppingcenter Westgate vor den Toren von Zagreb konnte trotz Finanzkrise, mit einem sehr hohen Anteil an Eigenkapital realisiert werden, leider wird das Center bis heute nicht in dem Umfang angenommen wie gewünscht. Menschenleere riesige Malls waren das Bild unseres Besuchs im März diesen Jahres, an einem Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr! Das die Lage einfach zu weit draußen ist, der Kunde 15km von Zagreb ins Westgate fahren muss, haben wir bereits im vorletzten Jahr bemerkt. Es bleibt Herrn Braunsberger zu wünschen, dass dieses Projekt doch noch zu einem Erfolg wird. Nicht zuletzt für Kroatien und allgemein für Projekte in CEE.