London – Investments in Wohnimmobilien
Posted in Allgemein on Januar 10th, 2012 by advisoradmin – Be the first to commentdie Kensington Palace Gardens ist die Straße der Milliardäre, neben einigen Botschaften wie zum Beispiel der israelischen Botschaft die mit Panzersperren und schwer bewaffneten Polizisten auf der ohnehin schon für den Autoverkehr gesperrten Straße etwas befremdlich wirkt, befinden sich auch die Anwesen der reichsten Menschen der Welt, unter anderem des Sultans von Brunei, der saudischen Königsfamilie oder einer der “Allerwelts” Milliardäre wie Bernie Ecclestone oder der indische Stahlkocher Lakshi Mittal. Wenn in diesen Lagen überhaupt Verkäufe erfolgen dann werden Zahlen genannt die nur schwer mit einer “Wohnimmobilie” in Einklang zu bekommen sind, für diese Beträge könnte man sich auch ein Shoppingcenter in einer europäischen Stadt kaufen, da lässt es sich freilich nicht so mondän wohnen, aber man bekommt wenigstens etwas Rendite. Auch andere Lagen wie z.B. die Bishops Avenue, auch “Billionaires row” genannt, ist eine Adresse im Norden von London die für den normalen Millionär nicht mehr erschwinglich ist. Während des ersten Golfkriegs haben die “Ölaugen” ganze Straßenstriche gekauft, egal zu welchem Preis.
Die Annahme das es ja nicht gleich ein Haus sein muss, sondern eine Wohnung doch auch ausreichend ist, heißt nicht zwingend das man hier weniger investieren muss. “One Hyde Park” ist die Adresse die von den Brüdern Candy&Candy entwickelt wurde. Wer das Penthouse mit 7 Zimmern auf 2 Ebenenen attraktiv fand, ist bis heute nicht bekannt, aber 168 Millionen € stand beim Notar im Kaufvertrag. Rund 70.000€ für einen einzigen Quadratmeter wurde ausgerufen, den Service des daneben liegenden Mandarin Orientel kann man dafür aber auch nutzen, gegen Gebühr, versteht sich. Lagen wie eine Holland Park Avenue, wo man schicke Stadthäuser, ganz in der Nähe des berühmten Westfield Shoppingcenters erstehen kann, wirken geradezu als Schnäppchen. Für rund 20 Mio.€ kann man hier schon eine nette Bleibe erstehen. Das wir uns nicht falsch verstehen, ein Stadthaus ist alles andere als groß, meist sogar mit 4 oder 5 Ebenen und eine Wohnfläche von nicht mehr als 100qm.
Trotzdem, London ist und bleibt attraktiv, die englische Sprache, die Ordnung und relativ hohe Sicherheit, die Historie und die Möglichkeiten ein angenehmes Leben zu führen, lockt Menschen aus der ganzen Welt an, reiche Menschen, der Preis ist relativ, wie immer.
Anläßlich der Gründung unserer Londoner Filiale habe ich mich, gezwungener Maßen, mit dem Mark von Wohnimmobilien in London in den letzten Wochen ausgiebig beschäftigt. Anläßlich meiner Einleitung mag man jetzt zunächst die Frage stellen ob ich völlig verrückt bin über das investieren in London nachzudenken, ob das nicht völlig abwegig ist, wenn man kein Milliardär oder wenigstens mehrfacher Millionär ist? Die Antwort ist eindeutig JA. Nicht das ich verrückt bin, sondern das es lohnend ist über ein Investment in London nachzudenken. Allerdings sollte man wenigstens 500.000€ zur Verfügung haben um investieren zu können.
Die “loan to cost” ratios der angelsächsischen Banken sind für Investoren in Wohnimmobilien sehr unattraktiv. Mehr als 50% der Kosten kann man nicht erwarten, den Banken ist das Pflaster offenbar zu heiß. Im Angesicht der heutigen Krisen und der damit verbundenen Konsequenzen ist eine Verschuldung bei Investments sowieso nicht ratsam. Insofern halte ich den derzeit verfügbaren Finanzierungshebel von 50% für ausreichend, empfehlen würde ich jedoch lieber mit 100% Eigenkapital zu investieren. Im Notfall, muss ich über wenigstens ein bis zwei Jahre die Finanzierung auch ohne einen einzigen Euro an Einnahmen finanzieren können, wenn das möglich ist, dann ist ein Finanzierungshebel möglich und sinnvoll, anderenfalls ist es wirtschaftlicher Selbstmord.
Das Ergebnis meiner Analysen hat ergeben das neben den Lagen die unerschwinglich teuer sind, oft auch etwas weniger attraktive Lagen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt liegen. Bevor man also nach Investments Ausschau hält, muss man eine sehr detailierte Analyse der Lagen vorliegen haben.
Eine der besten Gelegenheiten für einen Einstieg sind die Immobilienauktionen. In England ist man sehr schnell auf der Straße wenn man seine Finanzierung nicht bezahlt, meist sind das dann genau die Lagen die nicht einfach und sofort zu verkaufen sind. In Auctionskatalogen kann man sich im 3 Monatsrhytmus die Objekte ansehen, wenn man sich für eine Lage entschieden hat muss man nur noch auf eine Gelegenheit warten. Mein Ziel sind unattraktive hässliche und kaputte Häuser die “zwischen” guten Lagen liegen. Es lassen sich Häuser für ein Drittel bis zu einem Viertel des Marktwertes ersteigern 300-400.000Pfund ist der kleinste Betrag mit dem man rechnen muss. Mit 50-100TEUR renoviert und eingerichtet erzielt man eine Mietrendite die zwischen 10-12% liegt. Die höchste Rendite erzielt man, wenn man die Räume aufteilt und “Zimmer” vermietet, es gibt in London kein Zimmer unter 350€ pro Monat, je nach Lage und Ausstattung kann man das auch pro Woche zahlen. Allerdings zum Preis höherer Fluktuation und Abnützung, was wiederum abhängig ist von einem guten Verwalter.
Den wesentlich höheren Teil an Rendite macht man aber in dem man wartet und mit etwas Glück wachsen die in der Nähe liegenden Millionärsstraßen zusammen und man befindet sich mitten in einer solchen Lage. Auch eine Luxussanierung kann die Lage “anbinden”. Selbst wenn man noch weitere 500 TEUR investiert, ist eine verzehnfachung des Investments durchaus erzielbar. Zeit und Liquidität ist die wichtigste Grundlage um in London zu investieren. Attraktiv ist ein Investment unter diesen Vorraussetzungen in jedem Fall. Wenn Sie erstmalig an einer Auction teilnehmen werden Ihnen unschwer die ethnischen Gewichtungen der Teilnehmer auffallen, fast nur Inder und Juden, irgendwie bezeichnend.
Als deutscher Investor sollte man sich auf keinen Fall an einen Makler wenden, sondern einen kompetenten Berater suchen. Auch sind Anwälte notwendig die mit beiden Rechtssystemen vertraut sind. Sehr wichtig ist auch ein zuverlässiger Verwalter vor Ort. Die Einrichtung einer steuerlich attraktiven Jurisdiktion, ein sogenanntes SPV ( Special Purpose Vehicel ), das ist eine Gesellschaft die nur zu dem Zweck gegründet wird dieses Investment vorzunehmen ist ebenfalls meine Empfehlung. Die Kosten hierfür sind heutzutage nur noch marginal.
LONDON, YES!