IVAG versucht Darstellung der Zusammenhänge zur SHB AG mit allen Möglichkeiten zu verhindern.

Die jüngst hier veröffentlichten Informationen über die Zusammenhänge zwischen der IVAG, der AFD GmbH, deren Gesellschafter Florian Schuh und Joachim Hiller und der SHB AG, welche mit der AFD Gmbh auch Mitgründer der SHB AG waren, wurden kürzlich von einigen Internetblogs zitiert, hierbei auch ein uns gut bekannter Blog der zu den führenden Blogs der deutschen Finanz und Börsenszene gehört. Der Betreiber des Blogs, der eine sehr hohe Reichweite hat, berichtet, dass in seinem Umfeld mehrere Abmahnungen eingegangen sind, welche alle zum Ziel haben zu verhindern, dass die IVAG und die SHB in Zusammenhang gebracht werden. Warum dieses Interesse so groß ist, mag sich der geneigte Investor oder auch Vertriebspartner fragen, in jedem Falle sollte sich der interessierte Anleger einmal etwas kritischer damit auseinandersetzen . Wir wollen nun noch einmal genauer beleuchten warum die AFD Gesellschafter Schuh und Hiller versuchen zu verhindern, dass sie mit der SHB/IVAG in Verbindung gebracht werden.

Alle Anbieter von Investmentprodukten werden daran gemessen wie Ihre Leistungsbilanz aussieht. Das heißt, wie haben die in der Vergangenheit angebotenen Produkte rentiert. Die Leistungsbilanz soll für den Investor eine Grundlage sein eine richtige Anlageentscheidung zu treffen. Die Leistungsbilanz der IVAG muss man zwangsläufig im Zusammenhang mit der SHB AG sehen, da das Konzept im Wesentlichen identisch ist. Das was die handelnden Personen in der Vergangenheit geleistet haben, führt also oftmals dazu die Qualität einer möglichen Investition beurteilen zu können. Und genau dieser Umstand dürfte auch der Grund dafür sein, dass seitens der IVAG, letztlich den Herren Schuh und Hiller, mit allen Mitteln versucht wird die Aufdeckung der genannten Zusammenhänge zu verhindern.

Auch das neue Produkt der IVAG birgt eklatante Risiken und hat zweifelhafte Aussichten darauf ein lukratives Investment zu werden, hierauf werde ich demnächst in einem eigenen Artikel eingehen. Die Provisions- und Kostenstruktur ist aber für den Inititator – Pardon – den Vertrieb, genauso lukrativ wie dies bei der SHB der Fall war, nicht aber für den Anleger. Ein Blick in die Historie der Gesellschaft zeigt, dass die SHB bis 2008 knapp 35.000 Anleger in 6 geschlossenen Fonds eingeworben hat. Die Investitionen in Milliardenhöhe dieser Anleger sind allesamt wenigstens problematisch, in einigen Fällen ist der Großteil der Investition verloren. Viele der Probleme sind bis heute nicht bekannt, wenn sie bekannt werden, ist die Leistungsbilanz der SHB AG  als Katastrophe zu bezeichnen. Vielleicht auch Begründung für die in der vergangenen Woche proklamierte Neuausrichtung der SHB AG, der Name wird in FIHM geändert. Aus Sicht der IVAG ist es also mehr als verständlich dass man die direkte Verbindung zur SHB nicht darstellen will, geschweige denn mit diesen Altlasten irgendwann konfrontiert werden will. 

In den zuvor genannten Abmahnungen sehen die Akteure des Spiels nun Ihre Persönlichkeitsrechte verletzt. Die Behauptung die IVAG habe das Konzept 1:1 kopiert, sei unwahr, heißt es dort. Die IVAG wäre kein Initiator, sondern nur ein Vertrieb und habe nichts aber auch gar nichts mit der SHB und deren Konzepten zu tun, ist die nicht ganz einleuchtende Begründung für die Unwahrheit dieser Behauptung. Wahrscheinlich hat die IVAG auch nichts damit zu tun, dass die Prospekte nahezu identisch sind. Natürlich, die Farben und Worte und auch Firmenbezeichnungen wurden geändert, aus “SHB Innovative Fondskonzepte AG” wurde einfach “Innovative Vertriebskonzepte AG” gemacht, nicht sonderlich einfallsreich aber schon “anders”. Sollte jemand den Prospekt des IFK Sachwertfonds der IVAG neben einen Prospekt der SHB AG legen, fällt selbst einem geistig weniger bemittelten auf, dass es hier nicht zu leugnende Ähnlichkeiten gibt.

Die IVAG ist nicht der Initiator, das ist wohl richtig. Anlässlich der intensiven Bemühungen der Drahtzieher, die Historie zu verschleiern, sehe ich es als notwendig an die Zusammenhänge aufzudecken um Anleger davor zu bewahren falsche Investitionsentscheidungen zu treffen.  

So lange hoch riskante und schlecht durchdachte Immobilieninvestitionen angeboten werden, die nicht ansatzweise den Risiken dieser Zeit Rechnung tragen, und so lange von staatlicher Seite nichts unternommen wird die Bürger davor zu schützen, muss der Anleger wenigstens eine Chance haben diesen Angeboten zu entkommen. Wenn Investments die hohe Risiken bergen als ”Anlagemöglichkeit für Kindergeld” beworben werden ist es notwendig einzuschreiten. Spätestens bei diesem Thema hat der Staat eigentlich die Pflicht zu verhindern, dass Gelder Schutzbedürftiger in fragwürdige Konzepte wandern, die schon in der Vergangenheit auch ohne Finanzkrise nicht funktioniert haben.

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