Planet Sports – Vom Internethändler zum Filialisten

es gibt Einzelhandels Konzepte die bereits heute fast ausschließlich auf das Internet ausgerichtet sind und diese Marktposition dafür nutzen um nun auch zu filialisieren. Planet Sports, eine interessante Marke und eine interessante Story.

Die Marke Planet Sports gehört seit 2007 zur Primondo Specialty Group, nach der Pleite der Muttergesellschaft ging die PSG an Carlyle einen US-amerikanischen Finanzinvestor.

Begonnen hat das Unternehmen Planet Sports in der bayerischen 5-Seen Landschaft, mit zwei kleinen Shops für die Surfer, Skater und Boarder Szene. Mit trendigen Brands die zur Szene passen hatten die Gründer Erfolg. Dieser stellte sich aber auch nicht von Anfang an ein,  wie hart das Einzelhandelsgeschäft sein kann, haben die Gründer Marcel Peters und Sven Horstmann in Ihrer Anfangszeit erfahren müssen, vor allem da man die ersten Läden eben nicht in Toplagen großer Städte sondern ganz einfach in der Nähe, eröffnet hat. So waren die ersten Jahre auch von den typischen Sorgen und Nöten mittelständischer Einzelhändler geprägt.

Der Durchbruch oder die wichtigste Entscheidung geschah im Jahr 2001. Man stand vor der Entscheidung weiter zu filialisieren oder in das Online Geschäft einzusteigen.  Ein Freund der Gründer riet Ihnen zum Online Geschäft und bot auch seine Unterstützung an. Vor ungefähr 10 Jahren hat ein professioneller Internetshop noch sehr viel Geld gekostet, diese Beträge waren damals noch fast unerreichbar. Eine Investition die sich als unfaßbar erfolgreich herausstellen durfte.

Der Umsatz über das Internet ging steil in die Höhe, jedes Jahr wurde der Umsatz ungefähr verdoppelt. Zum Jahr 2007 hatte das  Unternehmen einen Umsatz von ca. 10 Millionen Euro erreicht. Die Gründer waren auf der Suche nach einem Partner im Kataloggeschäft und hatten sich an Quelle gewandt, die Muttergesellschaft Primondo hat die enormen Chancen der Marke erkannt und hat das Unternehmen gekauft, trotz Wirtschaftskrise hat sich das Unternehmen sehr gut entwickelt und die Umsätze weiterhin vervielfacht, die Gründer blieben als Geschäftsführer an Board.

Im Jahr 2010 wurde nun begonnen zu filialisieren. Pro Jahr sollen ein bis zwei Stores eröffnet werden. In Hamburg am Gänsemarkt wurde im September 2010 eröffnet.  Im September 2011 soll nun die erste Filiale in Dresden eröffnet werden. Die Kombination aus Internet und Filialgeschäft ist in diesem Fall eine tolle Idee. Die Präsenz einer Filiale untermauert den Erfolg in Online-Geschäft.

Für die Vermieter von Einzelhandelsflächen auf jeden Fall eine Marke die man im Auge behalten soll. Es werden große Flächen nachgefragt, zwischen 1.500 und 2.500qm sind nötig um das Shopkonzept zu realisieren. Die angepeilten Lagen sind die 1A oder 1B Lagen, je nach Größe der Stadt. Das Konzept spricht eindeutig Zielkundschaft an, deshalb ist die A-Lage nicht zwingend notwendig. Was für die Vermieter von Einzelhandelsflächen ein interessantes Argument darstellt, ist die Möglichkeit einen Standort relativ einfach zu analysieren. Durch das Online-Geschäft kann das Unternehmen sehr einfach feststellen wieviel Kunden in dieser Region vorhanden sind, eine Catchment Area von ca. 1 Stunde ist für die Kunden des Labels als völlig normal anzunehmen. Der Erfolg einer Filiale somit fast vorprogrammiert. Als Vermieter könnte man hier überdurchschnittlich profitieren, ob das Label Umsatzmieten akzeptiert ist wohl etwas was verhandelt werden muss.

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